Zisterne reinigen in 3 Schritten - so gehts.
Wer Regenwasser in einer Zisterne sammelt, profitiert von sauberem, gefiltertem Wasser für Garten und Haustechnik. Im Laufe der Jahre sammeln sich jedoch immer mehr Schmutzpartikel und Ablagerungen in der Zisterne an. Eine vernachlässigte Zisterne kann zu schlechter Wasserqualität oder sogar unangenehmen Gerüchen führen. Doch keine Sorge: Mit der richtigen Methode ist die Reinigung schnell und einfach erledigt. Mit unserer Anleitung zeigen wir Ihnen alle wichtigen Schritte zur Reinigung einer Zisterne und was Sie dafür benötigen.

28. Februar 2025
|Lesezeit: 3 min

Inhaltsverzeichnis
Ist eine Zisterne erst einmal eingebaut und in Betrieb genommen, ist diese sehr pflegeleicht und wartungsarm. Zisternenfilter und Überlaufsiphon leisten bereits gute Arbeit bei der Filterung des Regenwassers, sodass nur kleine Schmutzpartikel in der Zisterne landen. Während sich grober Schmutz am Boden des Tanks ablagert und sich im Laufe der Jahre eine sog. Sedimentschicht bildet, schwebenfeine Partikel wie Blütenpollen an die Wasseroberfläche.
Die Sedimentschicht trägt wesentlich zu einer hohen Wasserqualität bei, da sich in ihr wertvolle Mikroorganismen befinden, welche Keime im Wasser entfernen. Das Reinigen der Zisterne sollte daher erst erfolgen, wenn die Sedimentschicht eine Dicke von über 5 cm erreicht. Denn ab diesem Punkt bilden sich anaerobe Bakterien, die zu einem Umkippen des Wassers im Tank führen können.
Folgendes wird benötigt:
- Gummistiefel
- Schmutzwasserpumpe
- Taschenlampe und Seil
- Eimer und Schaufel
- Hochdruckreiniger
Zisternenreinigung: Schritt für Schritt Anleitung.
Um die angesammelten Ablagerungen und Sedimente zu entfernen, muss man die Wasser Zisterne entleeren, die Schlammschicht am Boden entfernen und die Zisterne säubern. Diese Reinigung erfolgt in drei Schritten:
1. Zisterne entleeren
- Im ersten Schritt wird das Regenwasser in der Zisterne über eine Tauchpumpe oder Saugpumpe bis auf eine Höhe von ca. 30 cm abgepumpt.
- Das sedimenthaltige Restwasser wird nun mit einer effizienten Schmutzwasserpumpe abgesaugt.
- Die leere Zisterne muss nun 1 – 2 Stunden durchgelüftet werden, um mögliche Fäulnisgase zu beseitigen. Erst dann ist ein Betreten der Zisterne zu empfehlen, da auftretende Dämpfe zu Ohnmacht führen können.
2. Zisterne entschlammen
- Im zweiten Schritt wird vorsichtig die Zisterne betreten. Für ein Einstieg empfiehlt sich eine zweite helfende Hand oder auch ein Sicherungsseil.
- Den angesammelten Schlamm am Boden mit Schaufel und Eimer abtragen und aus der Zisterne entfernen.
3. Zisterne reinigen
- Im dritten Schritt wird der Boden und Innenwände der Zisterne mit einem Hochdruckreiniger gesäubert. Auf chemische Reinigungsmittel verzichten.
- Auch die Durchläufe des Tanks (Zu- und Ablauf) gründlich durchspülen.
- Das anfallende Schmutzwasser wieder mit der Schmutzwasserpumpe aus der Zisterne absaugen.
Empfehlung: Die entfernte Sedimentschicht und das Schmutzwasser können sehr gut als Dünger im eigenen Garten verwendet werden. Ansonsten kann dieser auch über den Biomüll entsorgt werden.
Damit die Zisterne über viele Jahre einwandfrei funktioniert, ist es wichtig, dass sie in regelmäßigen Abständen ordnungsgemäß gereinigt wird. Übermäßige Schlammbildung in der Zisterne kann die Rohrleitungen verstopfen oder die Pumpenfunktion frühzeitig beeinträchtigen. Eine Zisternenreinigung wird in der Regel alle 5 bis 10 Jahre durchgeführt. Dies hängt im Einzelnen aber immer von den örtlichen Gegebenheiten ab. Befindet sich die Zisterne in einer eher ländlicheren Gegend mit vielen Bäumen, ist die Reinigung bedingt durch Pollen und Co. in kürzeren Intervallen nötig.